Conocer el Opus Dei

Artículos de la prensa internacional en los años que rodean a la beatificación de Josemaría Escrivá por Juan Pablo II


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AA.VV., 19-29.5.92 (suplementos semanales)

Texto

Den Menschen den

Weg zu Christus zeigen

Kurz bevor das Opus Dei den 17. Todestag seines Gründers begeht, wurde Josemaría Escrívá de Balaguer auf dem Petersplatz am 17. Mai von Johannes Paul II. seliggesprochen. Über 200 000 Menschen, offensichtlich die meisten aus Spanien, hatten sich aus Anlaß der Feierlichkeiten in Rom eingefunden.

Der Gründer des Opus Dei stammt aus dem spanischen Ort Barbastro, wo er 1902 geboren wurde. Mit 1 6 Jahren hat er erstmals laut der Überlieferung seine Berufung gefühlt. Er studierte in Saragossa kanonisches und Zivilrecht. 1925 empfing Escrívá die Priesterweihe, siedelte nach Madrid über, wo er in Rechtswissenschaft promovierte. Am 2. Oktober 1928 erlebte der junge Priester den Augenblick seiner Lebensbestimmung, den Gründungsauftrag des Opus Dei. Das zuerst nur für Männer offene Werk machte er zwei Jahre später auch Frauen zugänglich. Später konnten sich der Gesellschaft auch Diozesanpriester eingliedern. Während des spanischen Bürgerkriegs und des II. Weltkriegs folgte Escrívá weiter seiner Berufung, siedelte 1946 nach Rom über und erlebte 1950 die endgültige päpstliche Approbation seines Werkes. Bei seinem Tod 1975 zählte das Opus Dei 60 000 Laienmitglieder und fast 1000 Priester aus 80 Nationen. In den letzten Jahren vor seinem Tod reiste Escrivá zur Festigung seines Lebenswerks nach Spanien, Portugal, Mexiko und Südamerika. Gleichzeitig vervollständigte er sein literarisches Vermächtnis, unter dem »Der Wege am bekanntesten ist Kirchenrechtlich ist das Opus Dei heute eine Personalprälatur.

Vom Sklavenmarkt zur Ehre der Altäre

Die von Papst Johannes Paul II. am 17. Mai seliggesprochene Giuseppina Bakhita hatte als Frau einen dramatischen Lebensweg. Die Schwarzafrikanerin wurde 1869 im Sudan, in der Nähe von Darfur, in einer wohlhabenden Familie vom Stamm der Dagiù geboren. Mit sechs bis sieben Jahren wird Bakhíta von Sklavenhändlern geraubt und fünfmal auf dem Sklavenmarkt verkauft Sie wird von einem Besitzer zum andern gereicht und erleidet jede erdenkliche Grausamkeit und Mißhandlung. So wird sie tätowiert durch 114 Schnittwunden, in die man Salz streut, um die Heilung zu verhindern. In Khartum wird Bakhita an den italienischen Konsul Callisto Legnani verkauft, in dessen Umgebung sie sich zum ersten Mal geachtet und geliebt fühlt und ein Kleid tragen kann.

Mit der Familie des Konsuls kommt die Sklavin nach Genua und wird der befreundeten Familie Michieli als Kindermädchen übergeben. Als diese Familie ins Ausland geht, wird Bakhíta und ihr Schutzung den Canossianerinnen in Venedig anvertraut Hier empfangt sie am 9. Januar I890 die Taufe, die Firmung und die erste heilige Kommunion. Sie tritt am 7. Dezember 1893 in die Ordensgemeinschaft der Canossianerinnen in Venedig ein und legt im Mutterhaus in Verona am B. Dezember 1896 die zeitlichen Gelübde ab. Sechs Jahre später wird sie in das Schwesternhaus nach Schio versetzt, wo sie als Näherin, Köchin, Mesnerin und Pförtnerin tätig ist Am B. Februar 1947 stirbt Bakhita nach langer, schwerer Krankheit, von vielen verehrt als »santa madre moretta«.

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