Conocer el Opus Dei

Artículos de la prensa internacional en los años que rodean a la beatificación de Josemaría Escrivá por Juan Pablo II


Enlaces

Opus Dei

Romana, Boletín del Opus Dei

Obras de S. Josemaría Escrivá

Opus Dei: enlaces interesantes

Testimonios sobre el Opus Dei

Proyecto Harambee

Críticas al Opus Dei: una respuesta

AA.VV., 19-29.5.92 (suplementos semanales)

Texto

kennbaren Siegel der Güte, der Sanftmut des Herzens und des verborgenen Leidens, mit dem Gott seine Auserwählten reinigt und helligt

4. Die Aktualität und Transzendenz dieser geistlichen Botschaft, die so tief im Evangelium verwurzelt ist, liegen auf der Hand, wie es auch die Fruchtbarkeit zeigt, mit der Gott Leben und Werk von Josemarfa Escrívá gesegnet hat Sein Heimatland Spanien fühlt sich in diesem seinem Sohn geehrt, einem beispielhaften Priester, der neue apostolische Horizonte für das missionarische und evangelisierende Wirken zu eröffnen wußte. Möge diese schöne Feier zu einer günstigen Gelegenheit werden, die alle Mitglieder der Prälatur des Opus Dei zu noch mehr Eifer !n ihrer Antwort auf den Ruf zur Selbstheiligung und zu einer noch größeren Beteiligung am Leben der Kirche ermuntert, wobei sie immer Zeugen der echten Werte des Evangeliums sein sollen. Dies soll sich dann in einem erleuchteten apostolischen Eifer auswirken, der besonders die Ärmsten und die Notleidenden berücksichtigt

In italienischer Sprache fuhr der Papst fort:

5. Auch in der seligen Giuseppina Bakhita begegnen wir einer hervorragenden Zeugin der väterlichen Liebe Gottes und einem leuchtenden Zeichen der immerwährenden Aktualität der Seligpreisungen. Geboren 1869 !m Sudan, wurde sie noch als Kind von Sklavenhändlern geraubt und mehrfach auf afrikanischen Märkten verkauft. Sie lernte die Grausamkeiten einer Sklaverei kennen, die auch auf ihrem Leib die tiefen Zeichen menschlicher Grausamkeit hinterließ. Trotz dieser schmerzvollen Erfahrungen blieb ihre Unschuld unangetastet und reich an Hoffnung. »Als Sklavin habe ich nie verzweifelt«, so sagte sie, »weil ich !n meinem Inneren eine geheimnisvolle Kraft spürte, die mich hielt« Der Name Bakhita, wie sie von ihren Räubern genannt wurde, bedeutet Glückliche, und das wurde sie tatsächlich dank unseres Gottes, der reich an Trost ist, sie immer an der Hand hielt und mit ihr ging.

Als sie auf den geheimnisvollen Wegen der göttlichen Vorsehung nach Venedig kam, öffnete sich Bakhita sehr bald der Gnade. Die Taufe und einige

Jahre später die Ordensprofeß bei den Canossianerinnen, die sie aufgenommen und unterrichtet hatten, waren die logischen Folgen der Entdeckung des Evangeliums als Schatz, dem sie alles zum Opfer brachte, auch ihre Rückkehr als Freie in ihre Heimat Wie Magdalena von Canossa wollte auch siee für Gott allein leben, und mit heroischer Beständigkeitwählte sie demütig und vertrauensvoll den Weg der Treue zur je größeren Liebe. Ihr Glaube war gediegen, klar und brennend. »Ihr müßtet wissen, welch große Freude es ist, Gott zu kennen«, pflegte sie häufig zu sagen.

o. Die neue Selige verbrachte 51 Jahre Ordensleben bei den Canossianerínnen; sie ließ sich in ihrem täglichen Bemühen vom Gehorsam leiten, lebte demütig und verborgen, aber reich an echter Liebe und Gebetserfahrung. Die Bewohner von Schio, wo sie fast die ganze Zeit lebte, entdeckten sehr bald in ihrer »schwarzen Mutter«, wie sie sie nannten, eine Menschlichkeit, die reich war an Kraft zur Hingabe, und eine ungewöhnliche innere Kraft, die anzog. Ihr Leben verzehrte sich in ständigem Gebet mit missionarischem Geist und in einer demütigen und heroischen Treue zur Liebe, die sie die Freiheit der Kinder Gottes leben und um sich herum verbreiten ließ.

In unserer Zeit, wo das hemmungslose Streben nach Macht, Geld und Vergnügen so viel Mißtrauen, Gewalt und Einsamkeit verursacht, wird uns Sr. Bakhita vom Herrn als universale Schwester zurückgegeben, damit sie uns das Geheimnis der wahren Glückseligkeit offenbart - die Seligpreisungen.

Ihre Botschaft ist eine Botschaft heroischer Güte nach dem Vorbild der Güte des himmlischen Vaters. Sie hat uns ferner ein Zeugnis der Versöhnung und des Verzeihens im Geist des Evangeliums hinterlassen, was gewiß den Christen in ihrem Vaterland, dem Sudan, Trost spendet, die so hart durch einen Konflikt geprüft werden, der seitt vielen Jahren andauert und viele Opfer gefordert hat Ihre Treue und ihre Hoffnung sind Grund zum Stolz und Dank für die ganze Kirche. In dieser Zeit großer Trübsale geht ihr Schwester Bakhita auf dem Weg der Nachfolge Christi, der Vertiefung des christlichen Lebens und der unerschütterlichen Anhänglichkeit an die Kirche voran. Zugleich möchte ich erneut einen dringenden Aufruf an die für das Schicksal des Sudan Verantwortlichen richten, die Ideale des Friedens und der Eintracht, zu denen sie sich bekennen, auch praktisch durchzuführen; die Achtung vor den Grundrechten des Menschen und an erster Stelle vor dem Recht auf Religionsfreiheit möge allen, ohne ethnische oder religiöse Diskriminierungen, garantiert werden.

Große Sorge bereitet die Lage von Hunderttausenden von Flüchtlingen aus den südlichen Gebieten, die der Krieg zum Aufgeben von Haus und Arbeit gezwungen hat; kürzlich wurden sie auch gezwungen, die Lager zu verlassen, wo sie irgend

wie Hilfe gefunden hatten. Sie wurden statt dessen !n Wüstengegenden transportiert, und es wurde ihnen sogar der freie Zugang zu den Hilfsgütertransporten der internationalen Agenturen verwehrt. Ihre Situation ist daher tragisch und darf uns nicht gleichgültig lassen.

Lebhaft empfehle ich den internationalen Hilfsorganisationen, weiter ihre wertvolle, notwendige und dringende Hilfe zu leisten.

Während ich die Delegation der Kirche des Sudan, die bei dieser Feier anwesend ist, begrüße, gilt mein herzliches Gedenken, mit dem ich mein Gebet verbinde, der ganzen Kirche !n diesem Land: den Bischöfen, dem Diözesan- und Missionsklerus, den in der Pastoral engagierten Laien und auch den Katechisten als hochherzigen und notwendigen Mitarbeitern !n der Verbreitung der Wahrheit des Wortes und der Liebe Gottes.

Die Völker des Sudan sind in meinem Herzen und in meinen Gebeten immer gegenwärtig: Ich vertraue sie der Fürbitte der neuen Seligen Giuseppina Bakhita an.

7. »Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt« (Joh 13,34-35). Mit diesen Worten Jesu schließt das Evangelium der heutigen Messe. Wir finden in diesem. Wort des Evangeliums die Zusammenfassung aller Helligkeit; der Heiligkeit, die auf verschiedenen, aber im einen Ziel zusammenlaufenden Wegen Josemaría Escrivá de Balaguer und Giuseppina Bakhita erreicht haben. Sie haben Gott mit der_ ganzen Kraft ihres Herzens geliebt und Beweise einer Liebe, die bis zum Heroismus gegangen ist, in den Werken ihres Dienstes für die Menschen, ihre Brüder und Schwestern, gegeben. Deshalb erhebt die Kirche sie heute zur Ehre der Altäre und stellt sie als Beispiele der Nachfolge Christi vor, der uns geliebtund sich für jeden von uns hingegeben hat (vgl. Gal2,20).

B. »Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht« (Joh 13,31). Es ist das Paschageheimnis der Herrlichkeit

Durch den Menschensohn breitet sich diese Herrlichkeit auf alles Sichtbare und Unsichtbare aus:

»Danken sollen dir, Herr, alle deine Werke und deine Frommen dich preisen. Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden« (Ps 145,10I I).

Seht den Menschensohn: »Mußte er nicht all das leiden, um !n seine Herrlichkeit einzugehen?«

Seht jene, die von Geschlecht zu Geschlecht Christus gefolgt sind: »Durch viele Trübsale sind sie in das Reich Gottes gelangt«

»Dein Reich ist ein Reich für ewige Zeiten« (Ps 145,13).

Amen.

(Orig. ital./span. in O.R. 18./19.5. 92J

56

Conocer el Opus Dei